Kreisoberliga 2024/25: 16. Spieltag

Nach der etwas unglücklichen Niederlage gegen den Tabellenführer und dem spielfreien Pokalwochenende sollten im Sportpark Rabenstein die ersten Pflichtspielpunkte im Jahr 2025 eingefahren werden. Während die Zweitvertretung der Handwerker aktuell im sicheren Mittelfeld rangiert, mussten wir am letzten Punktspielwochenende mit Klaffenbach und Röhrsdorf gleich zwei direkte Konkurrenten an uns vorbeiziehen lassen. Es braucht also kein nennenswertes mathematisches Verständnis, um zu der Erkenntnis zu kommen, dass wir jeden Punkt brauchen.

Nach intensiven Trainingseinheiten und einer klaren Vorbereitung auf unseren Gegner, starteten wir engagiert und mit Zug nach vorn ins Spiel. Bereits nach drei Spielminuten hatte Büchner die frühe Führung auf dem Scheitel, sein Kopfball nach Flanke von Eid strich aber knapp über das Gebälk. Wenige Spielminuten später wurde Lau von Uhlig in Szene gesetzt, bekam aber recht frei vorm gegnerischen Gehäuse nicht ausreichend Druck auf das Spielgerät (7‘). Während die Gastgeber mehr Ballbesitz verzeichneten, setzten wir offensiv immer wieder gefährliche Akzente. So war es Winterneuzugang Al Mohammad, der die vermeintliche Führung nach einem beherzten Lauf über die linke Schiene erzielte. Leider fand der Treffer abseitsbedingt keine Anerkennung. Defensiv ermöglichten wir dem Gegner nicht wirklich viele klare Chancen, ließen allerdings auch – vor allem bei Diagonalbällen – die Souveränität aus dem Fortuna-Spiel vermissen. Nachdem Laus gut liegender Schuss gerade noch von einem Verteidiger geblockt werden konnte, führte einer der bereits angesprochenen Diagonalbälle zu einem gefährlichen Freistoß vor unserem Gehäuse. Obwohl uns das Glück in Form des Pfostens hold war – dieser verhinderte zunächst den Einschlag – vermochten wir es nicht, die anschließende Situation in Überzahl zu bereinigen. Jäckle schaltete am schnellsten und schob zur 1:0-Führung für die Gastgeber ein (32‘). Ein durchaus vermeidbarer Gegentreffer. Sei es drum – wir ließen uns davon kaum beeindrucken. Nur 7 Minuten später nutzte Lau seine dritte gute Gelegenheit zum Ausgleich. Vorausgegangen waren ein Freistoß Uhligs und eine engagierte Vorbereitung von Günther (39‘). Eben dieser Günther erzielte weitere drei Zeigerumdrehungen später die Führung. Dabei revanchierte sich Lau für den Assist kurz zuvor, indem er einen langen Ball genau in den Lauf unseres Flügelspielers verlängerte (42‘). Spiel gedreht – Halbzeit.

Die zweite Spielhälfte gestaltete sich dann, zumindest bis zum Ende der regulären Spielzeit, relativ ereignisarm. Handwerk fiel gegen unsere nun kompakter agierende Defensive nicht viel ein, wir wussten offensiv aber auch nur noch partiell zu überzeugen. Chancen auf die Vorentscheidung gab es dennoch. So klatschte ein Abschluss Laus aus dem Gewühl nur an den Querbalken, ein Kopfball von Kapitän Lenz wurde auf der Linie gerettet, und ein weiterer Kopfball Büchners strich erneut knapp über das Tor. Es waren bereits 90 Minuten gespielt, als Schiedsrichter Zander die 4minütige Nachspielzeit anzeigte. Diese sollte es noch einmal in sich haben. In der zweiten Minute der Nachspielzeit spritzte Pfeifer in einen langen Ball hinter unsere Kette, lenkte diesen aber zu unserem Glück über das Tor. Als bereits die 6. Minute der Nachspielzeit lief und wir sehnsüchtig auf den Abpfiff warteten, passierte das, was keinesfalls passieren darf: Handwerk bekam einen berechtigten Handelfmeter zugesprochen. Dem Schock folgte sogleich die große Erleichterung, da Baldauf dem Schützen nur die Fläche neben dem Tor anbot. Puh, diese Adrenalinexplosion hätte es aus unserer Sicht nicht gebraucht. Am Ende fahren wir den so wichtigen Dreier etwas glücklich, aber letztlich verdient ein.

Kompliment an die Mannschaft, der man mit jeder Woche mehr anmerkt, dass sie den Glauben an die eigenen Fähigkeiten zurückgewonnen hat. Es ist noch ein weiter Weg bis zum Klassenerhalt, aber wir sind zuversichtlich, diesen Weg gemeinsam erfolgreich zu beschreiten. Am kommenden Wochenende wartet mit IFA ein harter Brocken. Die Vorbereitung auf diese schwierige Aufgabe hat bereits begonnen.

Den Rabensteiner Jungs wünschen wir eine erfolgreiche wie verletzungsfreie Restsaison.